Geschichte

Die Anfänge der Liebenzeller Gemeinschaft in Bondorf liegen im Verborgenen.

Allem Anschein nach entstand die Gemeinschaft in Bondorf durch das Wirken des Süddeutschen Gemeinschaftsverbandes Stuttgart Bad Cannstatt. Durch den Süddeutschen Gemeinschaftsverband haben verschiedene Evangelisationen im Gäu stattgefunden.

Erste Aufzeichnungen gibt es aus dem Jahr 1922. Die Versammlungen der damaligen Süddeutschen Vereinigung, fanden bei der Familie Johannes Bühler am Wetteplatz (heute Ergenzingerstraße 2) statt. Sein Sohn Gottlieb Bühler, Jakob Bahlinger und Johannes Braun hielten die Versammlungen ab.

Unterstützt wurden sie durch Liebenzeller Brüder und Schwestern. Seit 1922 kam immer am ersten Sonntag im Monat ein Student aus dem Missionshaus und am dritten Sonntag im Monat eine Liebenzeller Schwester zu Predigtdiensten nach Bondorf und Wolfenhausen. Da die Zugverbindung von Liebenzell nach Bondorf damals über Eutingen führte, mussten die Liebenzeller in Bondorf übernachten und fuhren erst am Montag wieder zurück.

Im Pfarrbericht des Bondorfer Ortspfarrers Wilhelm Krauss aus dem Jahr 1934 wird die „Süddeutsche Gemeinschaft“ mit 80 Mitgliedern erwähnt und ihr eine freundschaftliche Beziehung zur Kirche bescheinigt. Sprecher der Gemeinschaft war zu damaliger Zeit Gottlieb Bühler.

In den Jahren nach 1934 fand dann der Wechsel zum Liebenzeller Gemeinschaftsverband und zum Bezirk Altensteig-Ebhausen statt, zu dem Bondorf bis heute gehört. Im Kriegsjahr 1940 wechselte die Versammlung vom Wetteplatz in die Nebringerstraße zur Familie Rühle. Gottlob Rühle hatte die Schreinerei seines im Februar 1940 verstorbenen Schwiegervaters Johannes Lehmann ausgebaut. In einem alten Werkstattraum im Erdgeschoß fanden die sonntäglichen Versammlungen statt. Im Obergeschoss traf man sich unter der Woche zur Gebetsstunde. Als Vater Rühle 1954 starb, wechselte die Gemeinschaft ins evangelische Gemeindehaus und hielt dort ihre „Sonntagsstunden“ ab. Dies ist bis heute so.

Die Gebetsstunde fand bis Anfang der neunziger Jahre im Hause Schmollinger (Mittlerer Hauserweg 22) ihr Zuhause. Dazwischen beherbergte Rosine Braun die Gebetsstunde in der Schwendergasse. Ab 1991/92 traf man sich bei Martha Schlayer im Öschelbronnerweg. Seit Herbst 1994 kommt man in der Ergenzingerstraße bei Familie Werner zur Gebetstunde zusammen.

Gemeinschaftsleiter war bis zu seinem Tod im Februar 2005 Alfred Schneider. Er übernahm sein Amt 1979 von Ernst Schlayer, als dieser starb. Seit 2005 wird die Liebenzeller Gemeinschaft Bondorf von einem Leitungsteam geleitet.

In den neunziger Jahren wurde ein Gesprächskreis gegründet und der „Missionsclub“ für Jungscharkinder begonnen. In der darauffolgenden Zeit entstand der Wunsch für Bondorf einen eigenen Prediger anzustellen.

Dieser Wunsch wurde im Jahre 2003 mit dem Gemeinschaftspastoren-Ehepaar Kurz erfüllt. Jahrelanges, treues Gebet wurde erhört und die „Stund“, die sich nun Gemeinschaftsgottesdienst nennt füllte sich wieder.

So kann die Liebenzeller Gemeinschaft dankbar auf ihren Gemeinschaftsgottesdienst, einen Gesprächskreis, den Kindertreff, den Hauskreis für junge Erwachsene, einen Gebetskreis und die Bibel – und Gebetsstunde bei Familie Werner schauen.

„Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.“ (Jak 5,16)
Unser treuer Herr hat uns reich gesegnet!